Rückblick Parteitag 24.08.26

FDP Nidwalden verabschiedet Parteiprogramm 2026–2030 und sagt zweimal Nein zu den nationalen Vorlagen

65 Mitglieder haben an der Parteiversammlung der FDP Nidwalden teilgenommen. Sie verabschiedeten das neue Parteiprogramm und erneuerten den Vorstand. Gastgeber Stefan Flury schilderte eindrücklich die Folgen zunehmender Regulierung für das lokale Gewerbe.

Die FDP.Die Liberalen Nidwalden führte ihre Parteiversammlung am Montag, 24. August 2026, bei der Flury innen & aussen AG in Stans durch. Mit 65 stimmberechtigten Mitgliedern stiess die Versammlung auf grosses Interesse.

Gastgeber Stefan Flury gab der Versammlung einen persönlichen Einblick in seinen Betriebsalltag. Seine Ausführungen zeigten, wie neue Vorschriften Zeit, Personal und finanzielle Mittel beanspruchen. Diese Ressourcen fehlen danach für Kunden, Innovation und Ausbildung.

«Regulierung bleibt für einen Betrieb nie abstrakt. Sie verursacht Aufwand und verteuert unsere Leistungen. Jede neue Vorgabe muss deshalb notwendig, verständlich und umsetzbar sein», hält Stefan Flury fest.

Neues Parteiprogramm deutlich angenommen

Die Versammlung verabschiedete das Parteiprogramm 2026–2030 mit einer Enthaltung. Es bildet die politische Grundlage der FDP Nidwalden für die kommenden vier Jahre.

Im Zentrum stehen Freiheit, Eigenverantwortung und wirtschaftliche Stärke. Die Partei fordert einen schlanken und bürgernahen Staat. Sie setzt sich für solide Finanzen und attraktive Rahmenbedingungen ein. Weitere Schwerpunkte bilden Bildung, Infrastruktur, Gesundheitsversorgung und eine leistungsfähige digitale Verwaltung.

Das Programm verbindet wirtschaftliche Entwicklung mit langfristiger Verantwortung. Staatliche Leistungen sollen wirksam, finanzierbar und verständlich bleiben.

Parteipräsident Daniel Rogenmoser erklärt: «Unser Programm schafft einen klaren Kompass für die kommenden Jahre. Wir stärken Eigenverantwortung, Unternehmertum und solide Finanzen. Nidwalden soll auch für die nächste Generation attraktiv bleiben.»

Sandra Lüthi neu im Vorstand

Die Versammlung bestätigte Daniel Rogenmoser einstimmig als Parteipräsidenten. Silvia Rosset wurde ebenfalls einstimmig als Vizepräsidentin wiedergewählt. Neu wählte die Versammlung Sandra Lüthi einstimmig in den Vorstand.

Sandra Lüthi, Jahrgang 1983, wohnt in Buochs. Sie arbeitete früher als Polizistin. Heute ist sie als Fachperson Arbeitsmarktaufsicht tätig. Ihr Fachgebiet umfasst Arbeitsbedingungen, flankierende Massnahmen und die Bekämpfung von Schwarzarbeit. Politisch engagiert sie sich in der FDP Buochs und bei den FDP Frauen Ob-/Nidwalden.

«Freiheit braucht faire und klare Regeln. Entscheidend bleibt ein konsequenter und verhältnismässiger Vollzug. Für dieses Gleichgewicht möchte ich mich im Vorstand einsetzen», sagt Sandra Lüthi.

Dem gewählten Vorstand gehören zudem Dominik Steiner, Ronald Rickenbacher und Joel Hirschi an. Kraft ihrer Funktion wirken Karin Blättler, Florian Grendelmeier, Hans Wicki, Joe Christen und Lino Infanger mit.

Nein zu Neutralitäts- und Ernährungsinitiative

Ständerat Hans Wicki erläuterte die Neutralitätsinitiative. Die Versammlung beschloss mit einer Enthaltung die Nein-Parole.

Auch die Ernährungsinitiative fand keine Zustimmung. Die Parteimitglieder fassten dazu einstimmig die Nein-Parole.

Dank an langjährige Verantwortungsträger

Die FDP Nidwalden verabschiedete mehrere bisherige Mandats- und Funktionsträger. Die Partei würdigte deren langjähriges Engagement für Nidwalden und die liberale Politik.